Geschichte: Wie Paraguay wurde, was es heute ist
Paraguay ist älter, als viele denken: Asunción wurde 1537 gegründet und gehört zu den ältesten Städten Südamerikas. Lange vor den Spaniern prägten die Guaraní das Land – ihre Sprache wird bis heute im Alltag gesprochen. Zwei verheerende Kriege, eine lange Diktatur und eine noch junge Demokratie erklären vieles, was dir heute im Land begegnet.
Für deinen Alltag wichtig
- Die Guaraní-Kultur ist lebendig: Sprache, Essen und Tereré gehören zum Alltag.
- Seit dem Ende der Stroessner-Diktatur 1989 ist Paraguay eine Demokratie – mit politischen Kontinuitäten aus der Zeit davor.
- Land- und Eigentumsfragen haben oft Wurzeln, die Jahrzehnte zurückreichen.
Mehr dazu
1811 erklärte Paraguay seine Unabhängigkeit von Spanien. Der Tripel-Allianz-Krieg gegen Brasilien, Argentinien und Uruguay (1864–1870) kostete einen sehr großen Teil der Bevölkerung das Leben, das Land verlor große Gebiete. Danach verkaufte der Staat viel öffentliches Land – eine Ursache der bis heute ungleichen Landverteilung. Im Chaco-Krieg gegen Bolivien (1932–1935) sicherte sich Paraguay den größten Teil des Chaco. Alfredo Stroessner regierte von 1954 bis 1989 als Diktator; seine Colorado-Partei blieb auch danach lange an der Macht. Die Verfassung von 1992 machte Spanisch und Guaraní gleichberechtigt zu Amtssprachen.

